Der Philosophische Diskussionskreis


Gründung

Am 15 Mai 1973, im Ungarischen Geologischen Institut (Budapest), von einer Gruppe junger Geologen, geleitet von Dr. Csaba Detre.

Zielsetzung

Freie Besprechung der Probleme der Entwicklungstheorie der Lebewelt, z.B. die Begriffe Änderung, Bewegung, Fortschritt, Entwicklung, Orthogenese, Irreversibilität, Ursachen, Notwendigkeit und Zufall, sogar Schöpfung, usw.

Arbeitsmethode

Ungebundene Auslegung und Diskussion der verschiedensten Meinungen, unbeachtet die offizielle Ideologie, den Marxismus-Leninismus, in einer toleranten und freundlichen Atmosphäre. Interdisziplinarität war für die Teilnehmer vom Anfang an selbstverständich.

Schwierigkeiten

Dies war die erste intelektuelle Werkstatt des alternativen Denkens in Ungarn überhaupt. Das Mißtrauen der zuständigen Parteiorganen konnte mit Hilfe der damaligen Direktion des Instituts letzten Endes überwunden werden.

Ausbreitung

In de 80-er Jahren wurde die Thematik allmählich zur gesamten Philosophie sensu lato erweitert, und traten an immer mehr Leute an, die keine Mitarbeiter des Instituts waren, Amateure und sogar Berufsphilosophen. Umweltprotektion kam in den Vordergrund.

Verein

Nach der Regimewechsel, im Jahre 1991,  wurde der Philosophische Diskussionskreis als unabhängige zivile Organisation anerkannt und registriert.

Veranstaltungen

Sitzungen finde praktisch jede Woche statt. Zweimal im Jahr sind ein- bis zweitagige thematische Konferenzen organisiert.  – Die Zahl der gehaltenen Sitzungen nähert sich an 1.500 (!).

Filialen

Tokaj-Gegend  (István Géczy),  1993
Sopron / Ödinburg  ( József Agócs), 1994
Bugac  (Andrew Bánhidi)  1994
Alcsútdoboz  (Ferenc Halász)  1997
Szekszárd  (Tibor Horváth)  2005

Veröffentlichungen

Annalen.. 1993, 1997, 2000, 2003 (Ungarisch)

Leitung

Präsident: Dr. Csaba Detre
Vizepräsident: Levente Bokor
Sekretär: Kamilla Lombay

Berater

Alterspräsident: Dr. Zoltán Adonyi
Ehrenvorstand: Dr. Endre Dudich


Addresse:

H-1124 Budapest, Csörsz u. 10.
www.filozofiaivitakor.hu